SPD:Flüchtlinge jetzt integrieren

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Die stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD, Ellen Stock, erläutert das Positionspapier der SPD zur Flüchtlingsarbeit in Lippe.

SPD legt Positionspapier zur Flüchtlingsarbeit vor

Kreis Lippe. Der SPD-Kreisvorstand hat die Flüchtlingsarbeit in Lippe intensiv beraten und ein Positionspapier zur Integration von Flüchtlingen verabschiedet. „Neben der Herkulesaufgabe, die Unterbringung der Flüchtlinge in Lippe sicherzustellen, brauch wir schon jetzt ein Konzept für den Triathlon bestehend aus Wohnen, Bildung und Arbeit. Hier kann und muss der Kreis eine koordinierende und helfende Rolle für die Städte und Gemeinden einnehmen“, sagte die stellvertretende Kreisvorsitzende der SPD, Ellen Stock aus Lage. Das achtseitige Papier enthält mehrere Vorschläge, welche Maßnahmen ergriffen werden können und wo eine Zusammenarbeit in Lippe angedacht werden kann.

In den beiden vergangenen Jahren seien ungefähr 6000 Flüchtlinge in Lippe angekommen und die SPD rechnet mit weiteren Neuankömmlingen von etwa 2.000 jährlich für die nächsten fünf Jahre. Schon jetzt können auch positive Effekte vermeldet werden. So sei zum Beispiel die Grundschule in Alverdissen gerettet worden, weil nur mit Hilfe der Flüchtlingskinder die Mindestzahl überschritten wurde. Andernfalls hätte die Schule geschlossen werden müssen.

Beim Thema Wohnen und Unterbringung setzt die SPD auf Neubau, da schon jetzt praktisch keine leeren Wohnungen mehr vorhanden sind. Es sei jetzt wichtig nicht nur Notunterkünfte zu bauen, sondern Wohnungen, die auch in Zukunft von allen Menschen bewohnt werden können. Hierzu müssten nach Auffassung der Sozialdemokraten in Lippe schnell Überlegungen angestellt und Beschlüsse herbeigeführt werden. Lippe brauche etwa 2000 neue Wohnungen, um den Bedarf der nächsten Jahre zu sichern.

Eine weitere wichtige Aufgabe sei die Betreuung der Kinder in Kitas und Schulen. Die SPD bringt auch die Beschäftigung von Bundesfreiwilligen Diensten (BufDis) ins Gespräch. Hier gäbe es aktuell eine erhebliche Stellenausweitung des Bundes auch für die Betreuung von Flüchtlingen. „Diese Chance müssen wir nutzen und etwa 50 neue Stellen in Lippe schaffen“, meint Frau Stock,  die selbst in ihrer Heimatstadt Mitglied im Sozialausschuss ist. Auch Schulsozialarbeit müsse aktuell aufgestockt werden, um den einheimischen und den neuen Kindern beste Betreuung zuteil kommen zu lassen.

Als größte Herausforderung wird in der SPD die Förderung der Sprachkenntnisse und die Integration in Arbeit angesehen. Aus den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte müssten die richtigen Schlüsse gezogen werden. So sei es nachweisbar, dass eine Integration in die Arbeitswelt schnell erfolgen. Andernfalls würden die Menschen Lippe wieder verlassen oder – was noch schlechter sei- den Sprung in die Arbeitswelt gar nicht schaffen. Dieses hätte dann erhebliche negative Auswirkungen auf den Kreishaushalt. Mehr Informationen unter www.spd-lippe.de

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