Lehmann: Wohnen im Quartier fördern

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SPD beantragt Ausweitung des Projektes „SinFol“

Kreis Lippe. Möglichst lange selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen und am Leben teilhaben – das soll das Modellprojekt „SinFol“ älteren Menschen ermöglichen. Die SPD-Kreistagsfraktion beantragt, dieses Projekt in Lippe auszuweiten und dafür auch zwei halbe Stellen neu einzurichten.

„SinFol“ ist 2013 in Augustdorf an den Start gegangen, im vergangenen Jahr stand eine Ausweitung auf Schieder-Schwalenberg an. „Leider sind für das Projekt für 2015 und die Folgejahre nur 15.000 Euro im Haushaltsentwurf eingestellt. Das ist zu wenig, um „SinFol“ auch in anderen lippischen Kommunen zu etablieren“, erläutert SPD-Fraktionschef Dr. Axel Lehmann den Antrag seiner Fraktion. Und die Nachfrage sei da. Blomberg, Extertal, Kalletal, Leopoldshöhe und Lügde, sowie die Stadt Bad Salzuflen hätten bereits Interesse signalisiert.

„SinFol“ ist quartiersbezogene Seniorenarbeit. Diese wird in Augustdorf durch Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und der Arbeiterwohlfahrt geleistet. Die ehrenamtlichen Kräfte besuchen die Seniorinnen und Senioren zuhause, klären Hilfebedarfe von der Haushaltsführung über die Mobilität bis zur Pflege ab und organisieren diese Hilfe soweit wie möglich. „Auch die Landesregierung NRW setzt darauf, im Quartier, im Ortsteil niederschwellig nachbarschaftliche Hilfen für Menschen zu organisieren, die dank dieser Hilfe weiterhin gut zuhause leben können. Insofern greift „SinFol“ genau den richtigen Gedanken auf“, macht sich Lehmann für das Projekt stark.

Im Kreishaus organisiert und koordiniert eine Mitarbeiterin das Modellprojekt, das von vornherein auf Ausweitung angelegt war. Deren Aufgabe sei es, vor Ort mit Verbänden und Vereinen die Hilfestrukturen aufzubauen, die Helfer zu schulen, die Erfahrungen mit „SinFol“ auszuwerten und anderes mehr. „Das ist von einer Mitarbeiterin allein nicht mehr zu leisten, wenn neue Kommunen oder Quartiere hinzukommen“, meint der SPD-Politiker, der auch dem Sozialausschuss des Kreises vorsitzt. „Die zusätzlichen Aufwendungen sind gut investiertes Geld. Es ist gut für die betroffenen Menschen, die länger selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen.  Es ist auch gut für die Kreiskasse. Denn für viele Senioren, die nicht mehr zuhause leben können, zahlt der Kreis Hilfe zur Pflege. Und das ist deutlich teurer.“

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