Lippische SPD macht Vorschläge für Erneuerung

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Kreis Lippe. Die lippische SPD hat sich jetzt auch in die bundesweite Debatte über den Zustand der Bundespartei eingemischt. Der lippische Kreisvorstand der Sozialdemokraten hat eine Resolution verabschiedet, in der zu einer deutlichen Kurskorrektur aufgefordert wird. Hierzu die Kreisvorsitzende Ellen Stock: „Aktuell müssen wir alle Anstrengungen darauf verwenden wieder deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger zu erreichen. Dies geht nur mit verständlichen Inhalten und einem Personalangebot, welches bei den Menschen eine positive Resonanz erhält. Die Aufstellung des Kanzlerkandidaten oder der Kanzlerkandidatin muss auf jedem Fall noch in diesem Jahr erfolgen, wobei ich mir durchaus mehrere Kandidaturen vorstellen kann.“ Damit lehnt der Kreisvorstand die Überlegungen von Parteichef Sigmar Gabriel ab, die Kanzlerkandidatur erst nach der NRW-Landtagswahl im Mai nächsten Jahres zu klären. Gleichzeitig wird die Parteizentrale in Berlin aber auch inhaltliche Vorschläge aus Lippe zugeschickt bekommen. Dabei geht es den heimischen Genossinnen und Genossen vor allem um mehr Steuergerechtigkeit und eine Sicherung der Sozialversicherungssysteme. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Einführung der Bürgerversicherung, in die dann alle Menschen einzahlen müssten und dies nicht nur aus Einnahmen aus Erwerbstätigkeit, sondern auch aus Zins- und Aktieneinnahmen. „Der Markenkern der SPD ist die moderne Ausgestaltung der sozialen Gerechtigkeit. Wir müssen wieder lernen, die zeitgerechten Antworten auf die Fehlentwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft zu geben, die den Menschen Zukunftssicherheit verschaffen. Es ist die Aufgabe der verantwortlichen Menschen in der SPD, unsere Partei wieder mehrheitsfähig zu machen“, mit diesen Worten begründet Frau Stock das Anliegen ihres Vorstandes. „Personen und Themen müssen zusammen passen und dann haben wir im nächsten Jahr gute Chancen“, so die Lagenserin abschließend.

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