Rohstoffgewinnung auf Sand gebaut

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SPD-Kreistagsfraktion besucht Kieswerk Ahle

Kreis Lippe/Lage-Müssen. „
Die künftige ortsnahe Versorgung mit Sand und Kies in Lippe gehört dringend auf die Agenda des Regionalrates“, fordert SPD-Landratskandidat Dr. Axel Lehmann. „Der neue Gebietsentwicklungsplan, den der Regionalrat erarbeitet, muss Antworten darauf geben, wo künftig noch Kies und Sand abgebaut werden können und sollen.“ Lehmann besuchte jetzt mit der SPD-Kreistagsfraktion das Kieswerk Ahle. Und Geschäftsführer Thomas Ahle ließ keinen Zweifel aufkommen:  „In fünf bis zehn Jahren wird in den vorhandenen Gruben in Lippe – vielleicht mit Ausnahme von Stemmen – kein Abbau mehr möglich sein.“

Natürlich lasse sich die Versorgung mit diesen Rohstoffen auch überörtlich aus dem Sauerland oder dem Weserraum sicherstellen, erläuterte Ahle den Sozialdemokraten. Doch das hätte unerwünschte ‚Nebenwirkungen‘. Lehmann: „Die langen Transportwege sorgen für deutlich stärkeren Schwerlastverkehr auf Lippes Straßen und sind ökologisch bedenklich – Stichwort CO2-Ausstoß. Die Baukosten in Lippe würden steigen, weil der Transport über große Entfernung teurer ist als die Baustoffe selbst. Und schließlich stehen Arbeitsplätze auf der Kippe.“ Allein die Martin Ahle GmbH hat 25 direkt Beschäftigte und 18 weitere bei Beteiligungen.

Auch wenn die Abbaukapazitäten im Idealfall tatsächlich noch zehn Jahre reichen sollten, ist der Zeitdruck groß. Ein Genehmigungsverfahren für ein neues Abbauareal dauere im Durchschnitt sieben Jahre, betonte Ahle. Zehn Jahre seien keine Ausnahme. „Hier ist auch der Kreis Lippe gefordert. Bei der Aufstellung des neuen Gebietsentwicklungsplans kann er offiziell Stellung beziehen und seine Interessen einfließen lassen. Genau das sollte er im Bereich des Sand- und Kiesausbaus auch unverzüglich tun“, regt der SPD-Landratskandidat an. 

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