Sicherheit für Sportvereine

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Lippische SPD – Politiker zeigen sich erfreut über die Klarstellung, dass der gesetzliche Mindestlohn die ehrenamtliche Arbeit der Sportvereine nicht beeinträchtigt.

Nach der Unsicherheit die die Sportvereine, seit dem Inkrafttreten des gesetzlichen Mindestlohns umtreibt, kann die Spitze der lippischen SPD, NRW-Sportministerin Ute Schäfer,  der Vorsitzende der lippischen SPD, Dr. Axel Lehmann, Bundestagsabgeordneter Dirk Becker und die Landtagsabgeordneten Jürgen Berghahn und Dr. Dennis Maelzer Entwarnung geben.

Zu den Diskussionen, ob und wie der gesetzliche Mindestlohn in Sportvereinen Anwendung findet, erklären sie: „ Seit Anfang des Jahres gilt der gesetzliche Mindestlohn. Danach gab es landesweite Unsicherheiten wie das Mindestlohngesetz in Sportvereinen anzuwenden ist z.B. bei ehrenamtlichen Tätigkeiten  oder der Entlohnung von Vertragsamateuren. Wir freuen uns, dass man sich in Berlin jetzt auf bindende Regelungen im Sport geeinigt hat.“

Dr. Axel Lehmann erklärt: „Die Klarstellung der Regelung besagt, dass der gesetzliche Mindestlohn nicht für Übungsleiter oder andere Mitglieder von Sportvereinen, die bisher ehrenamtlich tätig sind, gilt. Auch Amateurspieler erhalten keine 8,50 Euro pro Stunde. Der Mindestlohn gilt in Vereinen wie in anderen Bereichen nur für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ausschlaggebend hierfür ist ein privatrechtlicher Vertrag zur Leistung weisungsgebundener Arbeit, mit der Absicht, dafür entlohnt zu werden.“

„Übungsleiter, also ehrenamtliche Trainer fallen nicht unter das Mindestlohngesetz, weil sie in der Regel keine Arbeitnehmer sind. Nur, wenn sie zusätzlich beispielsweise einen Minijob ausüben, etwa für die Pflege von Gerätschaften oder die Reinigung von Gebäuden, muss der Mindestlohn gezahlt werden. Aber eben nur für diese Tätigkeit und nicht für die Trainingsleitung“, ergänzen Maelzer und Berghahn.

Der lippische Bundestagsabgeordnete Dirk Becker und NRW-Sportministerin Ute Schäfer berichten, dass das Bundesarbeitsministerium gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) auch die bis dahin offene Frage der Vertragsamateure klären konnten. „Der Sport braucht heute mehr denn je ein großes ehrenamtliches Engagement. Die zuverlässige und kompetente Mitarbeit der Freiwilligen im Sport ist unverzichtbar. Sie sichern die sportliche Basisarbeit und leisten einen wichtigen Beitrag, dass der Sport seine besondere Rolle als Motor für die Gesundheitsförderung, für Bildung, Inklusion und Integration ausfüllen kann. Die getroffene Vereinbarung stellt die Weichen dafür, dass die Sportvereine ihre hervorragende Arbeit so fortsetzen können, wie bisher“, sagen Schäfer und Becker.

Eine Kombination aus Minijob oder einem anderen Arbeitsverhältnis auf der einen Seite und Ehrenamt oder Übungsleitung auf der anderen Seite bleibt nach Angaben der Abgeordneten weiterhin möglich. Bei offenen Fragen zu dem Thema bieten die lippischen SPD- Mandatsträger in Bund und Land gerne weitere Auskünfte über ihre Büros an.

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