SPD-Abgeordnete verweisen auf Mindestlohnstudie

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Becker/Maelzer: 34.000 Lipper würden profitieren

Kreis Lippe. Bis zu 34.000 Lipper würden nach Einführung eines gesetzlichen  Mindestlohns höhere Bezüge erhalten. Dies erfuhren die lippischen SPD-Abgeordneten Dirk Becker und Dennis Maelzer auf Nachfrage beim Pestel-Institut. Nach Ergebnissen einer Untersuchung im Auftrag der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hätte die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns somit erhebliche positive Wirkungen für den Kreis Lippe.

Nach Angaben des Pestel-Instituts arbeiteten 2011 mehr als 13.500 Beschäftigte in Lippe für weniger als 6,50 Euro netto die Stunde. Nehme man noch die Minijobverhältnisse mit Nettobezügen bis 8,50 Euro zu dieser Aufzählung hinzu, kommt man, laut Informationen von Maelzer und Becker, auf eine Gesamtzahl von mehr als 34.000 Betroffenen allein in Lippe. Mit der Einführung eines Mindestlohns ließe sich allein für Lippe ein zusätzlicher Kaufkraftzuwachs von fast 76 Millionen Euro generieren.

„Die Ergebnisse des Pestel-Instituts haben gezeigt, dass wir dringend einen Mindestlohn in Deutschland brauchen. Es kann nicht sein, dass bei uns in Lippe Zehntausende Löhne bekommen, die zum Leben nicht ausreichen “, so der lippische SPD-Landtagsabgeordnete Dennis Maelzer.  Auch für die regionale Wirtschaft sei der deutliche Kaufkraftzuwachs von großer Bedeutung und werde erheblich zur Stabilisierung der örtlichen Nahversorgung beitragen. „Deshalb wird es für uns Sozialdemokraten das zentrale Ziel sein, nach der Bundestagswahl einen Mindestlohn in Deutschland einzuführen“, erklärt der Bundestagsabgeordnete Dirk Becker. Wichtig sei der Mindestlohn auch für viele Unternehmen, die faire Löhne zahlten und derzeit noch mit Betrieben konkurrieren müssten, die Lohndumping betrieben.

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