SPD fordert kreisweites Sozialticket

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Fraktionschef Welslau und seine SPD-Kollegen erhoffen sich durch das Sozialticket auch die Erschließung neuer Nutzergruppen für die Angebote des ÖPNV.

Mobilität muss für alle Lipper bezahlbar sein

Kreis Lippe. Die SPD-Fraktion im lippischen Kreistag fordert die Einführung eines kreisweiten Sozialtickets. Fraktionsvorsitzender Henning Welslau erklärt dazu: „In unserer Gesellschaft sind immer mehr Menschen auf Öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Viele sind, trotz staatlicher Hilfen, nicht in der Lage einen eigenen PKW zu unterhalten. Der tägliche Weg zum Einkaufen, zur Arztpraxis, oder zur Behörde führt, bei einem ländlich geprägten Kreis, zu einem gesteigerten Erfordernis kostengünstiger Nahverkehrsversorgung. Hier müssen wir aktiv werden. Denn Mobilität bedeutet Teilhabe und Selbstbestimmtheit.“ Um die Einführung eines Sozialtickets voranzutreiben, hat die SPD jetzt einen entsprechenden Antrag im Kreishaus, eingebracht.

Unter Sozialticket verstehen die Sozialdemokraten ein besonderes Ticketangebot für Bedürftige, welches zu einem ermäßigten Preis angeboten wird. „Zielgruppe sind hierbei Personen, die auf staatliche Sozialleistungen angewiesen sind. Das sind beispielsweise Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld. Oder Personen, die Leistungen für Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, erhalten“, sagt Welslau.

Finanzieren will die SPD das Ticket unter anderem durch finanzielle Förderungen des Landes. „Das Land NRW vergibt Zuwendungen zur Förderung des Sozialtickets, im Öffentlichen Personennahverkehr. Hier besteht auch für den Kreis Lippe die Möglichkeit Fördergelder zu beantragen“, erklärt Gabriele Bröker (SPD), Vorsitzende des Kreisausschusses für Soziales, Gesundheit und Demographie.

Fraktionschef Welslau und seine SPD-Kollegen erhoffen sich durch das Sozialticket auch die Erschließung neuer Nutzergruppen für die Angebote des ÖPNV. „Wenn sich durch die Einführung eines Sozialtickets nun Menschen ein Ticket finanziell erlauben können, die vorher nie oder nur sehr selten mit einem Bus gefahren sind, wird der ÖPNV gestärkt. Es profitieren also alle Seiten von dem Konzept“ sagt Henning Welslau.

 

 

 

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