SPD-Fraktion zu Gast bei der Frauenberatungsstelle

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Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion besuchen die lippische Frauenberatungsstelle Alraune, in Detmold.

Kreis Lippe. Vor 34 Jahren gründeten Frauen in Lippe den Verein „Alraune e.V.“, der Frauen und ihre Rechte unterstützen sollte - vor allem jene Frauen, die Opfer von Gewalt geworden sind. Auch heute noch macht das Thema Gewalt den größten Anteil der Beratungsanliegen aus. Im letzten Jahr kreisten 57,5 Prozent der Beratungen, in Detmold, um das Thema Gewalt und Sexualisierte Gewalt. Die zweithöchste Anzahl an Beratungsgesprächen gab es im Gebiet Scheidung, Trennung und Beziehungsprobleme.

Wie die Arbeit bei der Frauenberatungsstelle aussieht, davon machten sich jüngst Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion, ein Bild. „Als die Frauenberatungsstelle Alraune e.V. vor 34 Jahren, in Lippe gegründet wurde, ist Gewalt im häuslichen Bereich oder in engen Beziehungen als Privatangelegenheit betrachtet worden. Diese Sichtweise mag sich nach drei Jahrzehnten in vielen Köpfen geändert haben. Dennoch ist Gewalt gegenüber Frauen nach wie vor ein Problem“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Gabriele Bröker.

Die Sozialdemokraten zeigten sich bewegt, von der hohen Anzahl der Beratungsgespräche im vergangenen Jahr. Es gab rund 1200 Beratungsgespräche, in Lippe. Dazu gehören einmalige Informationsgespräche, regelmäßige Beratungstermine und wiederholte Kontakte je nach Bedarf.

„Trotz einiger weitreichender Entwicklungen auf gesetzlicher Ebene und im Bereich der Opferunterstützung wird Gewalt in Beziehungen in vielen gesellschaftlichen Bereichen nach wie vor tabuisiert und unterschätzt. Die Anzahl an Beratungen zeigt, dass die Problematiken leider an Aktualität nicht verloren haben und macht deutlich wie wichtig die Arbeit ist, die die Mitarbeiterinnen vor Ort leisten“, so Bröker.

Frauen können sich persönlich und telefonisch - auch anonym - schriftlich oder per Mail an die Frauenberatungsstelle wenden. Die Beraterinnen Mechthild Wedekind und Marie Welpmann berichten der Fraktion von der guten regionalen Kooperationsarbeit der Beratungsstelle mit anderen Beratungsstellen, Jugendämtern oder der Polizei.

Ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit macht die Präventionsarbeit aus. Die Sensibilisierung und Weiterbildung beispielsweise von Pädagog/innen, Polizei und Justiz, ist eine Voraussetzung zur wirkungsvollen Prävention und auch Intervention bei Gewalt. Auch Präventionsarbeit in Schulen macht einen Teil der Arbeit aus. Kinder und Jugendliche, Mädchen und Jungen werden dabei über häusliche- und sexuelle Gewalt, ihre grundsätzliche Bewertung als Unrecht und über die Hilfemöglichkeiten für Betroffene informiert.

Am Ende ihres Besuchs dankte Gabriele Bröker, die im Kreis Vorsitzende des Sozialausschusses ist, dem Team der Frauenberatungsstelle, für den informativen Besuch: „Ich kann mich nur herzlich bei allen Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle für die Leistungen im Rahmen ihrer wichtigen Aufgaben bedanken und ihnen im Namen der SPD-Fraktion unsere höchste Anerkennung aussprechen“, sagt Bröker.

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