SPD für mehr „Azubi-Coaches“

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Jugendliche erfolgreich in Ausbildung bringen

Kreis Lippe. Die SPD-Kreistagsfraktion spricht sich für so genannte „Azubi-Coaches“ an den Berufskollegs aus. Sie will in der Kreistagssitzung im Dezember die Verwaltung beauftragen, dafür ein Konzept zu erstellen.

„Azubi-Coaches“ sollen Jugendliche dabei unterstützen, reguläre Ausbildungsplätze im dualen System zu finden. Zielgruppe sind junge Menschen, die die weiterführende Schule abgeschlossen haben und sich nun in den Berufsgrund- und Orientierungsjahrgängen an den Berufskollegs befinden. SPD-Fraktionschef Dr. Axel Lehmann: „Viele dieser Schülerinnen und Schüler hätten gerne eine Ausbildung in der Wirtschaft absolviert, haben aber angesichts der Lehrstellenlücke in Lippe keinen Ausbildungsplatz gefunden. Sie ziehen nun eine Warteschleife an den Kollegs, die sie ihrem Ziel nicht immer näher bringt. Wenn diese jungen Menschen zusätzliche Unterstützung erhalten, können sie den Sprung auf eine echte Lehrstelle schaffen.“

Am Lüttfeld-Berufskolleg in Lemgo ist mit Unterstützung der Familie-Osthushenrich-Stiftung aus Gütersloh eine erste Stelle dieser Art befristet eingerichtet worden. „Die bisherigen Erfahrungen mit diesem „Azubi-Coach“ sind sehr erfolgversprechend. Es bietet sich an, das Modell auch auf die anderen lippischen Berufskollegs zu übertragen“, erläutert Lehmann den SPD-Antrag. Es gelte, die Ausbildungsreife zu erhöhen, mehr Jugendliche in Ausbildung zu bringen und die Lehrstellenlücke zu verkleinern.

Das angeforderte Konzept der Verwaltung müsste dazu inhaltliche Schwerpunkte setzen, einen Finanzierungsvorschlag unterbreiten und auf mittlere Sicht ein Netzwerk von „Azubi-Coaches“ mit lippischen Betrieben und den Berufswahl-Teams an allgemein bildenden Schulen aufbauen. Lehmann: „Natürlich können diese Coaches nur eine Idee unter vielen sein, um mehr jungen Menschen berufliche Perspektiven zu bieten und dem Fachkräftemangel vorzubeugen. Aber wir halten es für so gut, dass wir es auch im Integrierten Entwicklungskonzept verankern wollen, das derzeit für den Kreis Lippe erarbeitet wird.“

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