SPD: Keine Entwarnung für Jobcenter

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Integrationsquote weiterhin unbefriedigend

Kreis Lippe. Die SPD-Kreistagsfraktion freut sich über verbesserte Zahlen des Jobcenters Lippe, beispielsweise zur Verringerung der Hilfsbedürftigkeit. Grund zur Entwarnung sieht Fraktionschef Dr. Axel Lehmann jedoch nicht.

„Der Blick auf die Integrationsquoten, also auf die Vermittlung in Arbeit, können immer noch nicht zufrieden stellen“, begründet Lehmann seine Skepsis. Die Integrationsquote des Jobcenters Lippe liegt nach den Märzzahlen – aktuellere sind noch nicht verfügbar – bei 20,7 Prozent. Damit belegt Lippe im Ranking von 44 vergleichbaren Jobcentern bundesweit nur Platz 40. Die beste Integrationsquote in dem Vergleichskreis liegt bei 31,2 Prozent.

Und auch der Vergleich mit den benachbarten Jobcentern in Ostwestfalen gerät aus Sicht der SPD nicht zum Ruhmesblatt für den Verwaltungsratsvorsitzenden Friedel Heuwinkel und die Spitze des Jobcenters. Minden-Lübbecke habe ebenfalls eine Quote von 20,7 Prozent, alle anderen lägen besser, betont Lehmann: Bielefeld mit 23,1 Prozent, Gütersloh mit 24,1 Prozent, Höxter mit 25,0 Prozent, Paderborn mit 25,1 Prozent und Herford mit 27,5 Prozent.

„In Lippe haben Bezieher von Arbeitslosengeld II also schlechtere Chancen, wieder in Arbeit zu gelangen als im Rest der Region. Das muss sich endlich ändern“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende weiter. Den Grund für die nach wie vor unbefriedigende Situation sieht Lehmann nicht bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Die machen eine gute Arbeit. Das Jobcenter braucht viel mehr strukturell und organisatorisch eine Neuaufstellung. Den Reform-Weg, den wir auf Druck der SPD mit der Satzungsänderung zu Jahresbeginn beschritten haben, müssen wir konsequent weiter fortsetzen.“

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