SPD-Landratskandidat besucht Müller Umwelttechnik

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Schieder-Schwalenberg. Ein verbesserter Busverkehr im lippischen Südosten gehörte zu den Gesprächsthemen beim Besuch von SPD-Landratskandidat Dr. Axel Lehmann beim größten Industriebetrieb der Stadt. Wolfgang Müller als Mitglied der Geschäftsleitung von Müller Umwelttechnik und der Betriebsratsvorsitzende Jürgen Hartmann machten deutlich, dass schlechte Busverbindungen vor allem für Auszubildende, die noch kein Auto haben, ein gravierendes Problem seien.

Für Lehmann ist klar, dass der Teufelskreis von sinkender Bevölkerung, sinkenden Fahrgastzahlen und Streichungen im Busverkehr durchbrochen werden muss. „Es geht ja nicht nur darum, dass Jugendliche aus Blomberg, Steinheim, Horn-Bad Meinberg oder Lügde zu ihrem Ausbildungsbetrieb nach Schwalenberg kommen. Sie brauchen auch Verbindungen zu den Berufsschulstandorten in Detmold und Lemgo. Kleine, relativ preiswerte Spezialverkehre könnten hier eine Lösung sein.“

Der SPD-Kreisvorsitzende lobte ausdrücklich die langjährige hohe Ausbildungsbereitschaft bei Müller Umwelttechnik. Das Unternehmen mit seinen rund 200 Beschäftigten erreicht eine Ausbildungsquote von circa zehn Prozent und bietet Lehrstellen für die unterschiedlichsten Berufe an: Konstruktionsmechaniker, Elektroniker, Schweißer, Fahrzeuglackierer oder Industriekaufleute. Außerdem hat die Geschäftsleitung Kontakte zur Hochschule OWL aufgebaut und nimmt duale Studiengänge auch für den eigenen Nachwuchs in den Blick. „Diese hohe Ausbildungsbereitschaft hilft, die große Lehrstellenlücke, unter der wir in Lippe immer noch leiden, etwas zu reduzieren.“

Weitere Themen des Besuchs waren die Anbindung ans überörtliche Straßennetz, die Versorgung mit schnellem Internet und die Entwicklung des ländlichen Raumes. Besonders beeindruckt zeigte sich Lehmann von der hohen Kundenorientierung des Familienunternehmens. „Die 150 bis 200 Entsorgungsfahrzeuge, die hier die Produktion pro Jahr verlassen, sind fast durchgängig Spezialanfertigungen nach den individuellen Wünschen der Auftraggeber. Das verlangt viel menschliches Knowhow statt Robotereinsatz. In dieser Kundenorientierung liegt letztlich die Stärke des Unternehmens und die Chance auch im internationalen Geschäft noch zu wachsen.“

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