SPD spendet für Flüchtlingsarbeit

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JUH investiert in Spielangebote und Deutschkurse

Kreis Lippe/Oerlinghausen.
Mit 600 Euro unterstützen die SPD-Kreistagsfraktion und der Bundestagsabgeordnete Dirk Becker die Flüchtlingsarbeit der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) in Oerlinghausen. SPD-Fraktionschef Dr. Axel Lehmann, seine Stellvertreterin Gabi Bröker, der Oerlinghauser Kreistagsabgeordnete Daniel Schollmeyer und MdB Becker übergaben den Spendenscheck jetzt in der Flüchtlingsunterkunft der JUH, der ehemaligen Hellweg-Klinik.

JUH-Regionalvorstand Jürgen von Olberg und Einrichtungsleiter Jochen Nadolski-Voigt freuten sich sehr über die unerwartete Unterstützung. „Es gibt Dinge, die sind für unsere Arbeit mit den Flüchtlingen sehr wichtig, ohne dass sie refinanziert werden. Ich brauche der Bezirksregierung nicht mit Tuschkästen und Leinwand zu kommen, damit die Kinder in unserer Einrichtung malen können“, zeigte von Olberg konkrete Bedarfe auf. „Und wir Johanniter dürfen aus Satzungsgründen nicht alles kaufen, was wir hier gebrauchen könnten.“ Die JUH will die 600 Euro nun vor allem in Spielmaterial für die Flüchtlingskinder und in technische Ausrüstung für die Deutschkurse investieren.

„Wir helfen auch jenseits der Politik gerne dort, wo Menschen ganz konkrete Unterstützung brauchen“, erläuterte Lehmann. In den Vorjahren hatten die Sozialdemokraten für das lippische Krisentelefon in Detmold und den sozialen Mittagstisch des Vereins „awb“ in Bad Salzuflen gespendet. „Angesichts steigender Flüchtlingszahlen, gerade in den lippischen Erstunterkünften, war für die SPD-Fraktion klar: In diesem Jahr unterstützen wir die Flüchtlingsarbeit in Lippe. Wir freuen uns, dass Dirk Becker die Spende der Fraktion dann noch einmal deutlich aufgerundet hat.“

Nadolski-Voigt und von Olberg erläuterten die Situation in der Flüchtlingsunterkunft. Gegenwärtig seien dort rund 360 Menschen aus unterschiedlichsten Ländern untergebracht. Viele von ihnen – nicht nur Syrer und Iraker – seien schwer traumatisiert auf der Flucht vor Krieg, Zerstörung und Verfolgung in ihrer Heimat. Die Aufenthaltsdauer der Flüchtlinge in Oerlinghausen liege mittlerweile im Schnitt bei gut einer Woche, bevor sie in anderen Städten und Gemeinden Deutschlands eine zumindest vorläufige Bleibe fänden. In Oerlinghausen würden notwendige Formalitäten erledigt, der Gesundheitszustand der Flüchtlinge überprüft, Kleidung ausgegeben, Kinder betreut und Grundkenntnisse der deutschen Sprache vermittelt. „Dafür sind viele Ehrenamtliche im Einsatz, nicht nur von den Johannitern selbst“, freut sich von Olberg über eine Welle Hilfsbereitschaft. Auch zahlreiche Kleider- und Sachspenden habe es gegeben. „Die Spende der SPD ist die erste finanzielle Unterstützung, die wir hier bekommen. Die können wir sehr gut gebrauchen.“

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