SPD steht an der Seite der Weidmüller-Belegschaft

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Lippische SPD bekundet Solidarität mit der Weidmüller-Belegschaft

Kreis Lippe. Auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Dennis Maelzer, trafen sich jüngst hochrangige Vertreter der lippischen SPD, mit dem Betriebsratsvorsitzenden der Firma Weidmüller, Robert Chwalek. Thema des Gespräches war der geplante Stellenabbau von 148 Arbeitsplätze bei 121 zu kündigenden Mitarbeitern bei Weidmüller, in Detmold.

Ellen Stock (Kreisvorsitzende der SPD), Henning Welslau (Fraktionsvorsitzender/ SPD-Kreistagsfraktion) und Dennis Maelzer zeigten sich betroffen, dass Weidmüller solch einen hohen Stellenabbau anstrebe. Den geplanten Stellenabbau begründet das Elektrotechnikunternehmen damit, dass es Kunststoff-Serienteile künftig in Rumänien und Tschechien herstellen lassen will. „In Hochglanzbroschüren und hübschen Firmenwerbespots präsentiert sich die Firma als Familienunternehmen dessen tägliches Handeln von starken Werten geprägt ist. Die Realität scheint jedoch eine andere zu sein. Wettbewerbsfähigkeit und Gewinnmaximierung wird auf dem Rücken der Angestellten ausgetragen, das darf nicht sein. Von einem Unternehmen, das das Geschäftsjahr 2015 mit einem Umsatzwachstum von 3,5% abgeschlossen hat, erwarten wir eine größere soziale Verantwortung“, sagen die SPD Politiker.

„Aus der langen unternehmerischen Erfahrung heraus müsste Weidmüller wissen, dass Werte und Wachstum einander nicht ausschließen. Dies zeigen zahlreiche Familienunternehmen in OWL. Leider ist Weidmüller  mit dieser Entscheidung dabei sich von dem Konzept eines Familienunternehmens zu entfernen“, findet Dennis Maelzer.

Henning Welslau betont, dass die lippische SPD hinter den Beschäftigten von Weidmüller steht, die seit Wochen Angst um ihre Arbeitsplätze haben. „Der Arbeitskampf der Belegschaft gegen die falsche Entscheidung des Detmolder Unternehmens, die Produktion ins Ausland zu verlagern und rund 121 Arbeitsplätze in Detmold zu vernichten, verdient unser aller Respekt und Solidarität. Hochqualifizierte, gute Arbeit wird billigen Profitmaximierungsgedanken des Konzerns geopfert“, so Welslau.

Für die Kreisvorsitzende der lippischen Sozialdemokraten kann es nur eine Richtung geben „Wir fordern Weidmüller auf, seine falsche Entscheidung zu überdenken und in einen konstruktiven Dialog mit der Belegschaft und ihren Interessenvertretungen, Betriebsrat und der IG Metall zu gehen. Es muss nach Lösungen gesucht werden, die betriebsbedingte Kündigungen ausschließen“, sagt Ellen Stock entschlossen.

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